Berichte aus der Fraktion

Besuch der SPD-Kreistagsfraktion in der
Kreisfeuerwehrzentrale St. Michaelisdonn

Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion trafen sich zu einem Besuch in der Feuerwehrtechnischen Zentrale Dithmarschen in St. Michaelisdonn.

Die Geschäftsführerin des Kreisfeuerwehrverbandes Birte Pries und der stellvertretende Kreiswehrführer Klaus Vollmert stellten den Entwurf des Feuerwehrkonzept 2023 vor.

Zunächst wurde eine Situationsbeschreibung gemacht, bei der beispielsweise auch der demographische Faktor berücksichtigt wurde.

Ein Problem, dass sich bei allen Freiwilligen Feuerwehren abzeichnet, sind die rückläufigen Mitgliederzahlen. Leider sind immer weniger Menschen bereit, sich ehrenamtlich bei der Freiwilligen Feuerwehr zu engagieren. Lange Arbeitswege sind oft der Grund für die mangelnde Einsatz Billigkeit. Bei den aktiven Mitgliedern besteht das gleiche Problem, so dass es oft schwierig ist, eine konstante Einsatzbereitschaft – besonders tagsüber – zu gewährleisten.

In Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung soll ein Feuerwehrkonzept 2023 ausgearbeitet werden, mit dem Ziel, rechtzeitig Schritte einzuleiten, damit das Feuerwehrwesen in Dithmarschen auch in Zukunft reibungslos funktionieren kann.

Durchschnittlich drei Einsätze täglich werden von den Dithmarscher Wehren geleistet. Welch ein Einsatz für diese ehrenamtliche Tätigkeit!

Nicht nur die personelle Situation wurde erläutert, auch die technische Ausstattung der Feuerwehren war ein Thema.

20 Jahre Einsatz ist an den vorhandenen Einsatzfahrzeugen nicht spurlos vorbeigegangen. Trotzdem wird erwartet, dass die technische Ausstattung aktuellem Standard entspricht. Auch die Feuerwehrtechnische Zentral Dithmarschen, ist in die "Jahre "gekommen.

 Hier muss einiges Geld in die Hand genommen werden, um aus dem inzwischen rund 50 Jahre alten Gebäude wieder ein attraktives Schulungs – und Verwaltungszentrum zu machen. 

Die SPD-Fraktion zeigte sich beeindruckt über das breite Aufgabenspektrum der Freiwilligen Feuerwehren. Hier sind auch von politischer Seite noch einige Hausaufgaben zu machen.  

 

Besuch der SPD-Kreistagsfraktion beim WKK.

Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion und des SPD-Kreisvorstands informierten sich über die Notfallaufnahme im Westküstenklinikum (WKK).

Dr. Thomas Fleischmann, der seit Spätsommer letzten Jahres der Chef der Notfallaufnahme ist, erläuterte sein ambitioniertes Programm“ 367“. Übersetzt heißt das: 36 Maßnahmen in 7 Monaten.

Ausgehend von allgemeinen Veränderungen in der ambulanten Versorgung und einem veränderten Patientenspektrum ist eine ständige Zunahme des Patientenvolumens von 5 - 6 % zu verzeichnen. Die Anzahl der schweren Notfälle hat abgenommen, aber die Zahl der Leichtverletzten und –erkrankten, die über die Notfallaufnahme aufgenommen werden hat zugenommen.

Bedauerlicherweise haben die meisten Krankenhäuser mit einer massiven finanziellen Unterfinanzierung zu kämpfen, die durch die stationäre Versorgung abgefangen werden muss. Das ist im WKK nicht anders.

Mit einer massiven Restrukturierung durch Bündelung verschiedener Maßnahmen versucht man jetzt, ohne erheblich Mehrkosten, zu einer höheren Effizienz zu kommen. Das fängt beim Aufnahmeverfahren an, geht über ein verändertes Raumkonzept, bis hin zur papierlosen Dokumentation, die sofort allen Ärzten zur Verfügung steht. An dieser Stelle wurde z.B. ein großer Teil der Verwaltungsarbeit reduziert.

Auch das langwierige Aufnahmeverfahren wurde verändert. Ein Notfallarzt ist immer in Bereitschaft, ebenso eine nur dafür zuständige Pflegekraft. Dadurch kann ein Patient innerhalb längstens 1 Stunde von der Aufnahme bis zur weiteren Behandlung ohne stundenlange Wartezeit versorgt werden

Stolz verkündete Doktor Fleischmann das 33 seiner 36 Maßnahmen erfolgreich umgesetzt wurden. Durch die neue und veränderte Arbeitsweise, gepaart mit den räumlichen Strukturveränderungen kommt es zu einer wesentlich höheren Effizienz im Bereich der Notfallmedizin, was sich positiv nicht nur auf die Patienten auswirkt, sondern auch zu einer größeren Zufriedenheit bei Ärzten und Schwestern führt.

Mit diesem Konzept gehört die Notfallaufnahme im Westküstenklinikum zu einer der modernsten in Deutschland.

Aletta Thies, 22.02.2016

 

 

 

Die Fraktion im Gespräch mit:

Prof. Dr. Michael Berger
Fachhochschule Westküste Heide

Prof. Berger bei der SPD-FraktionDie heutige Fraktionssitzung bot vielfältige Gelegenheit sich aus erster Hand über unsere Fachhochschule in Heide zu informieren.

Prof. Berger erläuterte die Entwicklung der Fachhochschule in den letzten 20 Jahren.

Die Entscheidung im Jahre 1993 mit wenigen Studenten zu beginnen war goldrichtig, denn heute studieren in Heide 1500 StudentInnen

Und 2015 können es gut 1800 sein.

Auch für die Dithmarscher Erstsemester , heute sind es ca. 19 % aller Studierenden, ist es eine Entscheidung mit Perspektive. So können Betriebswirtschaft, Wirtschaftspsychologie, International Tourism Management, Wirtschaft und Recht, Management und Technik, Elektrotechnik und Informationstechnik und Umweltgerechte Gebäudesystemtechnik sowie zusammen mit der HAW Hamburg Mikroelktronische Systeme und bald Green Energy MSc Automation mit der FH Flensburg studiert werden. Daneben hat sich die Hochschule auf den Weg begeben, auch Promotionsmöglichkeiten an zu bieten. Die SPD-Kreistagsfraktion unterstützt die Entwicklung und die Vorhaben der Fachhochschule.

Ebenso ist die Fraktion davon überzeugt, das sich die vielfältigen Kooperationen der FHW auszahlen. Neben den Auslandssemester in einigen Studienfächern haben die Studenten und Studentinnen die Gelegenheit von Dänemark bis nach China oder Mexiko zu orientieren. Leider wird diese Initiative nur ungenügend vom Ministerium bei Hochschule und StudentInnen berücksichtigt. Hier sieht die Kreistagsfraktion eine Möglichkeit der Politischen Diskussion zum Wohle beider.

Allerdings berichtete Prof Berger auch, dass so manche/r Studierende bis zu 20 Wochenstunden arbeiten muss. Hier ist das Bafög unbedingt zu reformieren.

Alles in allem. Die Hochschule befindet sich auf einem guten Weg und die Dithmarscher SPD wird sie dabei unterstützen.

Detlef Buder, 22.01.2014

 
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